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13.07.2021

Der Pferdefutterhandel geht und macht Platz für Neues....

Viele, viele Jahre durfte ich Pferdefutter an meine Kunden verkaufen. In dieser Zeit beschäftigte ich mich sehr intensiv mit den einzelnen Futtermitteln verschiedener Hersteller, deren Inhaltsstoffe, dem Vertrieb, der industriellen Herstellung, den Produzenten, rechtlichen Grundlagen, den Bedürfnissen meiner Kunden Menschen wie Pferden, und vielem mehr. Es war wirklich eine lehrreiche und spannende Zeit!
 
Meine momentane Lebensphase, die Familie, der extreme Anspruch an mein Studium und auch mein persönliches Ziel, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, zwingen mich zu einer kleinen Auszeit und einer damit verbundenen Änderung. In erster Linie wird der Futterhandel für Pferde gehen und Raum für Neues bringen!
 
 
Aber ACHTUNG!
Der Futterhandel für Nutztiere (Huhn, Hase, Schaf, Ziege) läuft ganz normal weiter!! 
Auch bin ich weiterhin für Beratungen in Sachen Pferdeernährung, insbesondere bei Notfällen, unterwegs!
 
Auf diesem Weg bedanke ich mich bei meinen treuen langjährigen Pferdefutter-Stammkunden.
DAAAANKEEE, Eure Sylvia

06.05.2021

Unsere gemeinsame Zeit mit BEMER

Vor Kurzem bekamen wir die Möglichkeit, unverbindlich ein Bemer-Set für Pferde zu testen. Nachfolgend berichten wir ein wenig über unsere Zeit mit Bemer!

Die Testphase bezieht sich auf die Monate Februar und März 2021. Vorweg möchten wir festhalten, dass es sich bei den Beobachtungen um rein subjektive Wahrnehmungen handelt. Die vier Wochen der Testphase wurden nicht tierärztlich begleitet, weshalb wir keine nachweislichen Veränderungen, wie es zum Beispiel durch den Einsatz eines Ultraschallgerätes möglich wäre, festhalten konnten.  Nichts desto trotz schult man sein Auge, was durchaus Sinn macht.

          Kurze Zusammenfassung

Bei unseren drei Testkandidaten handelte es sich um drei Islandpferde. Ein 16 Jahre alter Wallach mit eingerissener tiefer Beugesehne (vorne links), die auf Grund eines Unfalles entstand. Der Unfall ereignete sich im April 2020 und der Heilungsverlauf war sehr gut. Nebenbei sei erwähnt, dass er mittelgradiges Sommerekzem hat. Unsere zweite Kandidatin ist eine 17 Jahre alte Stute, die seit gut einem Jahr beidseits hinten an einem Fesselringbandsyndrom leidet und dadurch nur mehr bedingt belastbar ist. Sonst ist sie (leider) kugelrund aber fit. Die dritte im Bunde ist ein Jungspund von sieben Jahren, die im September letzten Jahres aus Island importiert wurde und die sich zum Zeitpunkt der Testphase seit drei Monaten im Training befand. Im folgenden Bericht werden sie einfachheitshalber und mit Humor als die „Alten“ und die „Junge“ bezeichnet. 😉

Hinter dem Handling, der Beobachtung, Dokumentation und Schlussfolgerungen stecken die Besitzerin vom Wallach und meine Wenigkeit als Besitzerin der beiden Stuten.

Handling

Was uns sofort aufgefallen ist, ist das einfache Handling der Decke und Gamaschen. Auch der Akku ist sehr leistungsstark und hat locker für ein paar Tage und alle drei Pferde gereicht. Martina Steidl, die mit Leib und Seele überzeugte Bemer Partnerin ist, klärte uns mit ihrer Einführung über Wirkungsweise, Art der Anwendung und Tragedauer auf. Daraufhin konnten wir direkt loslegen.

Die Decke und die Gamaschen haben jeweils drei Stufen. Zur Angewöhnung wird die erste Stufe verwendet. Die zweite oder dritte Stufe variiert dann je nach Pferd und Zweck.

           Reaktionen

Die erfahrenen und „alten“ Pferde haben die Decke ohne Probleme akzeptiert. Nach fünf Tagen wechselten wir von Stufe eins auf zwei, dies ohne Probleme. Nach weiteren sieben Tagen erhöhten wir die Stufe auf drei und blieben auch bei beiden Pferden dabei. Erst mit der höchsten Stufe zeigten beide ein deutliches Wohlbefinden. Die Gamaschen legten wir nach einer Woche an und steigerten auch nach wenigen Tagen auf Stufe zwei. In der letzten Woche stellten wir die Gamaschen auf Stufe drei ein. 

Für unsere Jungstute brauchten wir etwas mehr Zeit. Sie fühlte sich zu Beginn mit der Decke nicht sonderlich wohl. Wir steigerten auch nur kurz auf die zweite Stufe und reduzierten die Intensität wieder zurück auf Stufe eins. Die Gamaschen kamen nach einer Woche hinzu, blieben jedoch für zwei Wochen auf Stufe eins, bis wir dann auf zwei wechselten. Die Decke steigerten wir erst nach 14 Tagen auf Stufe zwei und blieben für den restlichen Zeitraum dabei. Erst an den letzten drei Tagen des Testzeitraumes steigerten wir Gamasche und Decke auf Stufe drei. 

Einsatz

Die Decke und Gamaschen kamen im gesamten Testzeitraum
mindestens 1x täglich 
zum Einsatz und das immer nach der Arbeit bzw. abends. Teilweise auch vor der Arbeit. 

Was ist uns aufgefallen?

Wie oben beschrieben, waren die Reaktionen zwischen Jung und Alt unterschiedlich.

Besonders deutlich erkennbar war, dass ein Wohlgefühl erst eingetreten ist, als die Decke ihre höchste Stufe erreicht hatte. Ebenso ist uns positiv aufgefallen, dass die Decke vor der Arbeit einen Einfluss auf die Lockerheit der Muskulatur hatte. Die Regeneration nach einem anspruchsvollen Training war sehr gut. Insgesamt entwickelte sich die Jungstute in dieser Zeit sehr positiv. Wir gehen davon aus, dass die Bemer Decke einen Einfluss auf die Losgelassenheit hatte. Auch hat sich in dieser Zeit die Muskulatur und Tragfähigkeit des Rückens verbessert. Wie oben bereits erwähnt war es ohne Ultraschall sehr schwierig, einen veränderten Zustand bei den Sehnen festzustellen. Die beiden betroffenen „alten“ Pferde hatten durch die Decke und Gamaschen weder eine negative noch positive erkennbare Reaktion auf die Sehnen und die Beine im Allgemeinen. 

Und nach BEMER?

Aus Interesse haben wir den allgemeinen Zustand, Veränderungen im Training und Sonstiges bei allen drei Pferden über den Testzeitraum hinaus dokumentiert, um eventuelle Veränderungen feststellen zu können. Bei den beiden „alten“ Pferden blieb alles wie gehabt. Von Interesse wäre hier eine Langzeitbehandlung. Insbesondere um beurteilen zu können, inwiefern sich Bemer auf die Sehnen und das Sommerekzem auswirkt. Spannend fanden wir die Entwicklung bei unserer Jungstute. In der ersten Woche ohne Bemer brauchten wir tatsächlich etwas länger zum Lösen der Rückenmuskulatur. Wobei, es sei an dieser Stelle angemerkt, dass es gerade bei Jungpferden immer wieder zu kurzfristigen Veränderungen verschiedener Art kommen kann. Jedoch könnte man durchaus darauf schließen, dass Bemer hier einen Beitrag leistet und die Jungpferdearbeit gewinnbringend unterstützen kann. 

Danke BEMER – Danke Martina!

Es war eine spannende Zeit und wir haben durchaus einiges gelernt. Wir sind zur Überzeugung gelangt, dass der Einsatz des gesamten Equipments durchaus Sinn macht, es jedoch eine tiergerechte Haltung, sinnvolle Fütterung und ein durchdachtes und vor allem regelmäßiges Training nicht ersetzt!

Dies sollte einem jeden klar sein!

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Martina, die uns ihr Equipment mit ihrem Know-how zur Verfügung gestellt hat.

 

 

 

Hier handelt es sich um eine freiwillige und unentgeltliche Veröffentlichung unserer
subjektiven Eindrücke zu BEMER. Gerne beantworten wir Fragen zu unseren
Erfahrungen, übernehmen jedoch keinerlei Haftung für jedwede Interpretationen
oder Handlungen Dritter!

(Copyright Picture Bemergroup)